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Primiz unseres Freundes Michael Knaus am 21.05.2006 |
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"Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest." (Gen 32,27b) |
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Freitag, 19. Mai 2006 Unser Dirigent Arnold hat uns in der letzten Probe vor der Primiz nochmals arg getrietzt, v.a. beim Ave verum hat er sehr detailbesessen jede kleinste Kleinigkeit geprobt. Manchem war es fast zuviel, aber wie wir noch sehen werden .... Michael kam auch noch zur Probe und wir konnten mit ihm noch lange in gemütlicher Runde zusammensitzen. Es hat ihm sicher auch gut getan, vor seinem großen Tag nochmals mit seinen alten Freunden ganz zwanglos zusammen zu sein.
Sonntag 21.Mai 2006 Früh um 8:15 Uhr ging es los zur Probe. Es waren fast alle pünktlich und machten einen relativ fitten und ausgeschlafenen Eindruck. Nun galt es, den ganzen musikalischen Teil der Primiz abzustimmen zwischen Chor, Kinderchor, der Band "Kreuzweise" (von Michael zu Studentenzeiten gegründet) und dem Top-Organisten Prof. Jürgen Essl, dem ehemaligen Orgel- und Chorleiterlehrer von Michael, Elli und Arnold. Nachdem die Probe noch etwas chaotisch verlief, war uns klar: das klappt! Und es hat geklappt - und wie! Den ganzen Tag über war ein besonderer Geist zu spüren, den man nicht mit Worten beschreiben kann. Dieser Geist war es wohl auch, der die musikalische Gestaltung der Primiz - sowohl am feierlichen Primizgottesdienst wie auch beim Abendlob - zu einer wunderbaren und wundersamen Einheit aller Beteiligter werden ließ, sei es die Leistung unseres Chores, die der Studentenband von Michael oder die der Organisten Prof. Jürgen Essl und - beim Abendlob - Pfarrer Heinz Vogel. Kenner der "Szene" haben versichert, dass unser Primizgottesdienst ein höheres musikalisches Niveau hatte als der Gottesdienst zur Pristerweihe im Freiburger Münster. Kann es für uns ein schöneres Lob geben als dies, dass in der "Provinz" bessere Musik gemacht wird als im Zentrum unseres Erzbistums, wo Profis am Werk sind? Aber wir haben eben kein Pflichtprogramm absolviert, sondern für unseren Michael gesungen und diese ganz persönliche innere Freude jedes Einzelnen war bei jedem Ton spürbar und vor allem hörbar. So war es für uns alle ein unvergesslicher Tag, der sicherlich als ein Höhepunkt in unsere Vereinsgeschichte eingehen wird. Wenn man bedenkt, dass die letzte Primiz in Hartheim 1948 war, kann man ohne Übertreibung von einem Jahrhundertereignis sprechen. Die Einzigartigkeit dieses Tages bekam für unseren Verein dadurch zusätzliches Gewicht, dass Michael viele Jahre aktiv bei uns gesungen hat, zuerst im Kinder- und Jugendchor und später im Gemischten Chor. Dabei war er nicht nur Sänger, sondern auch Pianist und sogar Vize-Chorleiter. So wie Michael stolz ist auf seine ganze Heimatgemeinde, wie dieser Primiztag gefeiert wurde, so sind wir stolz auf unseren Vereinskameraden, dass er den Mut hat, die Berufung zum Priesteramt anzunehmen. Zumal er über seine Liebe zur Musik den Zugang zur Theologie und letztlich zu seiner Lebensbestimmung gefunden hat. Nach einer gewissen Zeit der Urlaubs- bzw. Krankeheitsvertretung und nach seiner Vikarszeit kann sich Michael dann erstmals in ca. 2 Jahren auf eine Pfarrstelle bewerben. Glücklich die Gemeinde, die ihn als ihren Seelsorger bekommt! So wünschen wir unserem Freund Michael für seinen weiteren Lebensweg Alles Gute, viel Kraft und Gottes Segen. Wenn er weiterhin seine offene und herzliche Art und seinen Humor behält und die Freunde aus seiner Heimatgemeinde als persönlicher Rückzugsbereich für ihn da sind, kann eigentlich nichts schief gehen. Wir vom Gesangverein freuen uns über jeden Besuch von ihm und werden ihn immer mit offenen Armen Willkommen heißen. Text: Arnold Kleiner
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